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17.12.2013
Deutsche Werkzeugmaschinenbestellungen zeigen wieder nach oben

Im dritten Quartal 2013 stieg der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum dritten Quartal 2012 um 9 Prozent. Die Inlandsbestellungen zogen um 12 Prozent an, die Auslandsbestellungen notierten 6 Prozent über Vorjahr. Für die ersten neun Monate 2013 gilt insgesamt ein Minus von 6 Prozent. Dabei verlor das Inland ein Zehntel, das Ausland 4 Prozent.„Die Werkzeugmaschinennachfrage hat den lang erwarteten Turnerbund geschafft“, kommentiert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main, das Ergebnis. Insbesondere die beiden Monate August und September haben zweistellige Zuwächse gebracht. Das gilt sowohl für Inland wie Ausland als auch für die beiden Technologiesegmente spanende und umformende Werkzeugmaschinen. Schäfer sieht hier u.a. auch Impulse durch die Weltleitmesse EMO Hannover 2013 wirken, die vom 16. bis 21. September stattgefunden hat. Für das Gesamtjahr sind es jedoch bisher ausländische Großaufträge in der Umformtechnik, die das Geschäft der deutschen Hersteller vorantreiben. Sie zogen im dritten Quartal um 61 Prozent an, im Gesamtjahr notierten sie mit 27 Prozent im Plus. Sorgen bereitet nach wie vor der größte Markt China. Die Nachfrage war im ersten Halbjahr noch deutlich rückläufig. „Die neue chinesische Regierung stellt das gesamte Investitionsprogramm des laufenden Fünfjahresplans auf den Prüfstand“, erläutert Schäfer. Bevor dies nicht abgeschlossen sei, sei auch nicht mit einer substanziellen Nachfragebelebung zu rechnen. Entgegen den Erwartungen sei jedoch Westeuropa besser gelaufen als gedacht. Ebenso seien die Bestellungen in Mittel- und Südamerika zweitstellig gewachsen. In Asien haben Südkorea und die südostasiatischen Länder zugelegt. „Im Hinblick auf die sich verbessernde Auftragslage ist die aktuelle Produktionsprognose des VDW für das laufende Jahr nicht gefährdet“, sagt Wilfried Schäfer abschließend. Sie geht von einer Konsolidierung auf dem hohen Vorjahreswert aus.

Hintergrund

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie gehört zu den fünf größten Fachzweigen im Maschinenbau. Sie liefert Produktionstechnologie für die Metallbearbeitung in alle Industriezweige und trägt maßgeblich zuInnovation und Produktivitätsfortschritt in der Industrie bei. Durch ihre absolute Schlüsselstellung für die industrielle Produktion ist ihre Entwicklung ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Dynamik der gesamten Industrie. 2012 produzierte die Branche mit 70 900 Beschäftigten (Stand: Dezember 2012, Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitern) Maschinen und Dienstleistungen im Wert von rd. 14,2 Mrd. Euro. Das entsprach einem Zuwachs von 10 Prozent.

 

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