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25.08.2017
Generationenwechsel bei Eberhard­ Werkzeugtechnologie

Das Projekt Generationenwechsel bei der Gebrüder Eberhard GmbH & Co. KG ist gestartet. Mit Manuel (34) und Fabian (33) Eberhard sind seit einigen Wochen der Sohn und der Neffe des geschäftsführenden Gesellschafters Roland Eberhard (63) im Unternehmen angekommen. Die beiden Cousins sollen und wollen gemeinsam das Fami­lienunternehmen in die nächste Generation führen. 2016 erwirtschaftete das Unter­nehmen einen Umsatz von 96,5 Millionen Euro, was einem Plus von sieben Prozent entspricht. Alle drei Geschäftsbereiche, also die Werkzeugtechnologie in Nordheim, der Elektrogroßhandel sowie das Küchenstudio in Heilbronn haben sich positiv entwickelt, was sich in 2017 fortsetzt. Einschließlich der Niederlassungen in Gornau bei Chemnitz (Großhandel) und Ohrdruf bei Gotha (Werkzeug­technologie) beschäftigt Eberhard über 500 Mitarbeiter mit weiter steigen­der Tendenz. Die Brüder Eugen und Willi­ Eberhard gründeten 1933 im schwäbischen Brackenheim ein Unternehmen zur Herstellung von elektrischen Sicherungsautomaten. Die notwendigen Werkzeuge wurden selbst konstruiert und gebaut. Die eingesetzten Lochstempel stellte Eugen Eberhard damals handwerksmäßig einzeln her und legt damit den Grundstock für jahrzehntelange Erfahrung in der Herstellung von Werkzeugbau-Komponenten. Den Wiederaufbau nach dem Krieg musste Willi Eberhard alleine meistern, da sein Bruder im Krieg gefallen war. In der zweiten Generation war es mit Roland und Ulrich Eberhard wieder ein Brüderpaar, das die Firmenleitung übernahm. In der dritten Generation sind nun zwei Vettern an der Reihe, die beide­ vor ihrem Einstieg ins Unter­nehmen die weite Welt kennengelernt haben. Manuel Eberhard promovierte nach seinem Studium der Betriebswirtschaft in den USA und Australien. Sein Thema: die Internationalisierung von Familien­unternehmen. Danach lernte er beim Paketdienstleister GLS sowie bei einer Elektrogroßhandlung und einem Kunststoff-Verarbeiter die unternehmerische Praxis kennen. Fabian Eberhard ist Wirtschaftsingenieur und arbeitete mehrere Jahre beim Luftfahrt-Zulieferer Ruag in München. 2016 hat er bei mehreren Eberhard-Kunden und Partnern des Unternehmens die eigene Firma aus einer anderen Perspektive betrachtet. Gemeinsam wollen die beiden das Unternehmen mit allen drei Bereichen als eine Einheit weiterführen. „Das Wichtigste ist, dass wir uns gut verstehen. Wir sind auf einer Wellenlänge“, sagt Fabian Eberhard. Viele Mitarbeiter kennen die beiden auch schon länger, weil sie auch vor ihrem Einstieg in die Firmenleitung immer wieder präsent waren – etwa bei Hausmessen und Kundenveranstaltungen. Ein klares Bekenntnis für die Zukunft sind auch die Investitionen­, die zeitlich mit dem Generationswechsel einhergehen: Fünf Millionen Euro groß ist das Budget im laufenden Jahr. Unter anderem stellt das Unternehmen in Nordheim ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk auf, das einen Teil des Strombedarfs der Werkzeugmaschinen decken soll und dessen Abwärme in Kälte umgewandelt wird, die zur Kühlung von Maschinen und im Sommer der Produk­tionshalle dienen soll. 

 

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