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Das teamtec-Leitungsteam: Geschäftsführerin Mireille Blum stehen (v.l.n.r) Serviceleiter Peter Büdel, Roland Simon, Leiter Anwendungstechnik und Vertriebsleiter Claudio Lista zur Seite.
15.11.2017
20 Jahre teamtec/Biglia-Partnerschaft

Bereits seit 20 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen dem italienischen Drehmaschinenhersteller Biglia und dem deutschen Systemlieferanten teamtec. Die jeweiligen Geschäftsführer Mireille Blum und Mauro Biglia benennen die Stärken ihrer Partnerschaft und verraten, was der Kunde in Zukunft erwarten darf.

Das 1958 in Incisa Scapaccino gegründete Unternehmen Biglia hat sich zum führenden Hersteller von CNC-Drehzentren in Italien entwickelt. Geschäftsführer Mauro Biglia berichtet stolz: „Wir haben unser Maschinenkonzept ganz darauf ausgerichtet, dem Kunden einen Mehrwert zu verschaffen – durch ein hervorragendes Preis- / Leistungsverhältnis, hohe Benutzerfreundlichkeit, erstklassigen Service und vor allem durch die Zuverlässigkeit und hohe Produktivität unserer Maschinen.“ Diese sind einerseits standardisiert, lassen sich aber durch den modularen Aufbau an Kundenwünsche anpassen. So sieht sich Biglia nicht als reiner Maschinenlieferant, sondern als Lösungsanbieter, der mit dem Ohr ganz nah am Kunden ist.

Gerade in diesem Punkt ist Mauro Biglia froh, seit 1997 teamtec als Generalvertretung in Deutschland zu haben. „Unser in den 20 Jahren gewachsenes Verhältnis ist sehr eng und geht weit über die übliche Hersteller/Importeur-Beziehung hinaus. Wir wissen um das Know-how der teamtec Mitarbeiter und tauschen uns kontinuierlich über Kundenwünsche aus. So trägt unser Partner teamtec wirksam dazu bei, die Biglia-Produktpalette und -qualität permanent zu verbessern. Denn im Ziel, die Produktivität unserer Kunden zu verbessern, stimmen wir zu 100 Prozent überein.“

teamtec ist für Biglia ein zuverlässiger Partner, der sich mit hoher Kompetenz und Professionalität für den Vertrieb und Service der Biglia-Maschinen in Deutschland einsetzt. Und noch mehr: Ein wichtiger Bestandteil des teamtec-Angebotes ist – neben individuell ausgelegten Maschinen – einen Komplettservice zu bieten, der unter anderem die Optimierung der Fertigungsstrategie inklusive Programmierunterstützung zur Reduzierung von Rüst- und Zykluszeiten enthält.

Auch teamtec-Geschäftsführerin Mireille Blum fühlt sich in der Partnerschaft mit Biglia wohl: „Das ist ein kerngesundes Familienunternehmen mit gelebten Werten. Wir arbeiten nicht zuletzt deshalb so lange und erfolgreich zusammen, weil wir die gleiche Firmenphilosophie vertreten. Wir sind beide nicht auf schnellen Profit aus, sondern wünschen uns langjährige Kundenbindungen, die sich nur über Qualität, Kompetenz und Zuverlässigkeit gewinnen lassen.“

Biglia ist ein Drehzentren-Hersteller mit Schwerpunkt Stangenbearbeitung. Zu den neuesten Entwicklungen gehört das erstmals auf der EMO in Hannover präsentierte Biglia CNC-Drehzentrum B 620YS. Es ist mit einer 6-Zoll-Motorspindel ausgestattet und bietet einen Stangendurchlass bis 71 mm. Die Drehlänge beträgt 620 mm, der maximale Drehdurchmesser 350 mm. Die Y-Achse (± 45 mm) und eine 5-Zoll-Gegenspindel ermöglichen die Bearbeitung komplexer Werkstücke.

Eine Besonderheit ist der neue Werkzeugrevolver mit 15 Stationen. Er enthält einen semidirekten Antrieb, das heißt, mit nur einer Anflanschung und ohne weitere Umlenkung. Mit 6000 U/min treibt der wassergekühlte Motor mit integrierter Öl-/Luftminimalmengenschmierung die Werkzeuge an. Dazu ist erstmalig optional ein integriertes Fertigteilhandling für beschädigungsfreies Ausschleusen der Werkstücke erhältlich.

Eine weitere Neuheit ist das doppelspindlige CNC-Drehzentrum Biglia B 465RBT2 mit zwei Revolvern, zwei Y-Achsen und integriertem Portallader für Einlegeteile. Damit können Sägeabschnitte bis zu 5 kg und 200 mm Länge be- und entladen werden. Um die Automatisierungsfähigkeit zu demonstrieren, wurde die auf der EMO gezeigte Maschine mit zwei Transportbändern ausgestattet, eines für Roh- und eines für Fertigteile.

Gerade die Automatisierungsmöglichkeiten machen diese Maschinen für den deutschen Markt interessant, wie Mireille Blum betont: „Unsere Kunden verlangen immer mehr nach individuellen, automatisierten Fertigungslösungen, was von Biglia und uns gleichermaßen hohe Flexibilität erfordert. Daher schätzen wir es besonders, dass Biglia darauf reagiert und seine Maschinen automatisierungsfähig gestaltet. Wir freuen uns auch, wenn die Produktionskapazitäten dem Bedarf entsprechend angepasst werden, damit wir die steigenden Nachfragen bedienen können.“

Auch für Mauro Biglia ist klar, dass seine Maschinen die notwendigen Optionen aufweisen müssen, damit sie sich einfach in ein Automatisierungskonzept einbinden lassen. Das betrifft die Be- und Entladung der Werkstücke sowie den Transport der Werkstücke zu nachfolgenden Systemen wie Reinigungsstationen, Messstationen etc. Komplett automatisierte Maschinen wird es jedoch auch in Zukunft nicht von Biglia geben. „Dafür ist teamtec in der Lage, verschiedene Systeme nach Kundenwunsch zu integrieren“, betont der Firmenchef. „Die teamtec-Anwendungsspezialisten leisten hervorragende Beratung, nicht nur bei Fertigungsproblemen. Die Drehzentren werden in enger Zusammenarbeit mit uns perfekt ergänzt, um Turnkey-Lösungen für komplexe Anforderungen zu liefern.“

Wie wichtig der deutsche Markt für Biglia ist, zeigen die Zahlen: Rund zehn Prozent des Biglia-Umsatzes werden hier erwirtschaftet. Ein ähnlicher Wert, wie ihn die USA erreicht. Damit bestreiten diese beiden Märkte den Hauptexportanteil des italienischen Drehmaschinenherstellers. Für den Erfolg in Deutschland ist im Wesentlichen die teamtec GmbH verantwortlich, die in den vergangenen 20 Jahren mehr als 700 Biglia-Drehmaschinen verkauft hat.

Von starken Märkten wie Deutschland gefordert, stellt sich Biglia auch dem Thema Industrie 4.0. Laut Mauro Biglia müssen in Zukunft alle Maschinen mit entsprechender Sensorik und allen erforderlichen Schnittstellen für die Kommunikation zwischen Maschinen ausgestattet sein, um den Prozessen eines erfolgreichen Fertigungsbetriebes genügen zu können. „Als Hersteller müssen wir dafür Sorge tragen, dass die Maschinen diese Optionen aufweisen“, ist sich Mauro Biglia seiner Aufgabe bewusst und nimmt auch teamtec in die Pflicht: „Die Vertriebspartner haben dann die Aufgabe, das entsprechende Fachpersonal für die Integration der Systeme beim Kunden bereitzustellen.“

Mit der Biglia B 750YS, einem flachgeführten Drehzentrum für die Schwerzerspanung liefert Biglia eine erste Antwort auf Industrie 4.0-Anforderungen. Gemeinsam mit der italienischen Firma Alleantia entwickelten die Drehmaschinenhersteller eine Software, welche die Maschine ins Firmennetzwerk integriert und spezielle Programme für Diagnosen, Effizienz- und Kostenanalysen bietet. Damit lässt sich die Biglia B 750YS auch in ein bestehendes ERP-System einbinden.

Als Steuerung nutzt die Biglia B 750YS die neue Fanuc CNC-Steuerung iHMI, die eine zweite CPU für periphere Leistungen enthält. Auf dem Full-Touch-Screen lassen sich damit weitere Informationen darstellen wie Zeichnungen, Betriebsanleitungen bis hin zu den Bildern von Überwachungskameras.

 

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